Weihnachtsfeier im Caritas-Kinderdorf

Im Beamtendeutsch als Einrichtung der stationären Jugendhilfe bezeichnet, leisten die Erzieher und Pädagogen im Kinderdorf der Caritas in Markkleeberg mehr, als nur Kinder aus einem schwierigen sozialen Umfeld aufzunehmen. Das erfuhren die Frauen Union und Mitglieder des CDU-Ortsverbandes Südwest bei ihrer kleinen Adventsfeier am 17.12.2008. Das Kinderdorf wurde im Jahre 1995 eingeweiht und hat Platz für 25 Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre, erfuhren wir von der Leiterin des Hauses Frau Hofmann: "Die Kinder kommen zu uns, wenn jede andere Hilfe versagt hat." Die Betreuung findet in verschiedenen Gruppen statt, darunter einer integrativen, einer intensivpädagogischen sowie einem Familienhaus und einem betreuten Wohnen für geistig Behinderte.

Die Gäste erfuhren, dass die Kinder aus ganz Sachsen kommen, meist noch Familie haben, die jedoch nicht in der Lage sind, die Kinder aufzuziehen. So müsse von Pädagogen, Erziehern und Hauswirtschaftern im Kinderdorf das ihren Schützlingen beigebracht werden, was eigentlich Sache eines Elternhauses ist. Ansonsten gehen die Kinder zur Schule, machen nachmittags ihre Hausaufgaben, lernen selbstverständliche Dinge, wie geregelte Mahlzeiten einzunehmen und zu haushalten.

Aber was kommt danach? Mit 18 Jahren müssen die Jugendlichen das Dorf verlassen und ihr Leben selbst in die Hand nehmen. Auch wenn die meisten weiterhin mit der Beratung durch Ämter rechnen können; das Alter zwischen 18 und 21 Jahren sieht auch Frau Hofmann noch als problematisch an. Und auch wenn Weihnachten vorbei ist: Die Kinder brauchen die Hilfe der Gesellschaft, um ihnen ein normales Leben zu ermöglichen. Den Betreuern der oft Traumatisierten zollen wir allergrößten Respekt.

Frau Hofmann erzählt über das Leben im Kinderdorf

Gespräche am Rande

Für ein kleines Weihnachtsrätsel am Rande hatte Frau Seidel gesorgt - die Tüftelei machte großen Spaß.

Fotos: Seidel