Start für das Migrantinnen-Netzwerk der Frauen Union (FU) in Sachsen
Es kann nur ein
gemeinsames „Wir“ geben
„Frauen mit
ausländischen Wurzeln engagieren sich schon heute in ihren Kommunen, auf
Landes- und Bundesebene … „ heißt es in der Einladung und weiter: „Mit dem
Migrantinnen-Netzwerk soll dieses
Engagement in Sachsen eine eigene Plattform für den Austausch und die Bündelung
von Zielsetzungen bekommen.“
Der Startschuss wurde
am 15. November 2011 gegeben und Landeskoordinatorin Oxana Roy freute sich über
viel Prominenz: Die Bundesvorsitzende der Frauen Union Frau Bundesministerin
Prof. Dr. Maria Böhmer MdB, FU-Landesvorsitzende Ingrid Petzold, Staatsministerin
a. D. Friederike de Haas und Bundestagsabgeordneter Dr. Thomas Feist waren
direkt vom Bundesparteitag der CDU ins Ariowitsch Haus gekommen. Staatsministerin
Christine Clauß ließ es sich ebenfalls nicht nehmen, an dieser historischen
Veranstaltung teilzunehmen. Und auch der Veranstaltungsort trägt
Symbolcharakter. Nicht umsonst nennt sich die Einrichtung „Kultur- und
Begegnungszentrum der Jüdischen Gemeinde“ in Leipzig, wie der ebenfalls
anwesende Vorsitzende Küf Kaufmann sichtlich stolz feststellte.
Prof. Böhmer nannte in
ihrer Ansprache die Integrationspolitik eine „Charta der Vielfalt“; denn ohne
ein Maßnahmebündel würde man den Aufgaben im Sinne der Migranten nicht gerecht.
Das ginge schon bei den Redewendungen los; sie warnte davor, stets von „Ihr“
und „Wir“ zu sprechen: „Es kann nur ein gemeinsames ‚Wir‘ geben!“
Man sei sich darüber
einig, dass das Erlernen der deutschen Sprache eine Grundvoraussetzung für ein
erfolgreiches Miteinander ist. Als einen weiteren Schwerpunkt informierte Frau
Böhmer über das mittlerweile vom Deutschen Bundestag beschlossene Bundesgesetz
zur Anerkennung im Ausland erworbener Abschlüsse. Zumindest habe danach jeder bzw. jede ab dem Jahr 2012 einen
Anspruch auf ein Anerkennungsverfahren nach klaren Regeln. Gerade für
Akademiker aus Ländern, die nicht der Europäischen Union kommen, war die
fehlende Rechtssicherheit im Hinblick auf ihren im Heimatland erworbenen
Berufs- bzw. akademischen Abschluss oft ein großes Hindernis.
Doch auch andere
Themen machten den Teilnehmern Sorge: Was ist, wenn Bürgerinnen und Bürger mit
Migrationshintergrund älter und damit pflegebedürftig werden? Staatsministerin
Christine Clauß verwies diesbezüglich auf die entstehenden Pflegenetzwerke, die
sich auch auf zu erwartende Sprachbarrieren einstellen würden.
Ebenfalls direkt vom
Bundesparteitag eingetroffen war die Netzwerk-Koordinatorin und CDU-Landesvorstandsmitglied
des Landes Baden-Württemberg, Frau Dr. Sylvie Nantcha. Dr. Nantcha verwies u.
a. auf die Bedeutung der Öffentlichkeitsarbeit, wenn das Netzwerk Erfolg haben
soll.
Letztendlich war man
sich darüber einig: Netzwerke brauchen viele Partner und Namen, die dafür Sorge
tragen, dass Sie bekannt werden.
Wenn Sie mitmachen
wollen oder als Betroffene Fragen haben: Oxana Roy ist erreichbar unter o.roy@gmx.de.
Siegrun Seidel
17.11.2011
Mehr Bilder unter www.cdu-leipzig.de

v.l.n.r. Ingrid Petzold, Oxana Roy, Dr. Thomas Feist, Prof. Dr. Maria Böhmer,
Kyf Kaufmann, Cornelia Blattner, Dr. Sylvie Nantcha

Frau Prof. Böhmer bei ihrer Rede

v.l.n.r. Oxana Roy, Prof. Dr. Böhmer, Staatsministerin Christine Clauß,
Friederike de Haas
